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Ambulante Pflege

Informationen

Im Zentrum unserer Arbeit steht stets der ganze Mensch, um den wir uns individuell und persönlich kümmern.
Die fachlich qualifizierte Pflege in der häuslichen Umgebung eines Patienten gewinnt immer mehr an Bedeutung. Sie leistet einen entscheidenden, positiven Beitrag zur Lebensqualität der Betroffenen. Vielfach wird ein Leben zuhause für Kranke und alte Menschen durch geschultes Pflegepersonal erst möglich.

Dem Kranken das Gesundwerden und dem Genesenden das Gesundbleiben zu ermöglichen, ist unser Ziel.

Grundpflege

Grundpflege ist die individuelle Körperpflege, das Waschen, Baden, Duschen sowie die Haar-, Mund-, Zahn- und Nagelpflege. Zur Grundpflege gehören auch die Hilfe beim An- und Auskleiden, das Lagern und Betten einschließlich vorbeugender Maßnahmen etwa gegen Wundliegen.

Hauswirtschaftliche Hilfen

Hauswirtschaftliche Hilfen beinhalten die Hilfe bei der Nahrungszubereitung und Nahrungsaufnahme, aber auch bei der Reinigung der Wohnung und der Wäschepflege, bei Einkäufen usw.

Behandlungspflege

Behandlungspflege hat krankheitsbedingte Ursachen; es handelt sich bei der Behandlungspflege um die krankheitsbedingte Versorgung (im Gegensatz zur altersbedingten Versorgung). Unter die Behandlungspflege fallen etwa ein Verbandswechsel, die Wundversorgung, Injektion, Blutzuckerkontrolle, medizinische Einreibungen und Medikamentenüberwachung.

Ergänzende Dienste

sehr oft bietet der ambulante Pflegedienst auch ergänzende Dienste an, etwa:

  • Mahlzeitendienste (Essen auf Rädern)
  • Fahr- und Begleitdienste
  • Hausnotruf
  • Pflegekurse zur Unterstützung pflegender Personen

Kosten der ambulanten Pflege

Die Höhe der Kosten des Pflegedienstes ist davon abhängig, welche Leistungen er erbringt und wie häufig er die Leistungen erbringt.

Leistungen der Pflegeversicherungen

Hat der Medizinische Dienst der Krankenkasse den Pflegebedürftigen in eine Pflegestufe eingestuft, bekommt er, wenn er Leistungen eines Pflegedienstes beansprucht, Leistungen von der Pflegeversicherung. Die Höhe der Leistung ist von der jeweiligen Pflegestufe abhängig.

Ab dem 01.01.2015 werden folgende Leistungen pro Monat gezahlt:

  • 231 Euro für die Pflegestufe 0 bei §36      Sachleistung §123 (Personen mit erheblich eingeschränkter Altagskompetenz)
  • 468 Euro für die Pflegestufe I
  • 689 Euro für die Pflegestufe I mit Demenz
  • 1144 Euro für die Pflegestufe II
  • 1298 Euro für die Pflegestufe II mit Demenz
  • 1612 Euro für die Pflegestufe III
  • 1612 Euro für die Pflegestufe III mit Demenz

Wenn der Pflegedienst mehr Leistung erbringt, als von dem Geld der Pflegekasse bezahlt werden kann, so muss diesen Überhang der Pflegebedürftige selbst übernehmen. Die Kosten des Pflegedienstes muss er auch übernehmen, wenn keine Pflegestufe vorliegt. Oft ist aber ein Anspruch auf ergänzende Sozialhilfeleistungen gegeben.

Leistungen der Sozialhilfe

Bei Bedürftiigkeit, wenn also die monatlichen Einkünfte des Pflegebedürftigen nicht ausreichend sind, die verbleibenden Kosten für die ambulante Pflege zu tragen, können die offenen Kosten unter Umständen vom Sozialhilfeträger übernommen werden. Ob ein Anspruch auf Sozialhilfe besteht, ist abhängig vom:

  • Einkommen des Pflegebedürftigen und
  • Vermögen des Pflegebedürftigen. es besteht ein Schonbetrag von 2.600 Euro, bei Verheirateten für beide Ehepartner insgesamt 3.214 Euro.

Zum Vermögen wird alles gerechnet, was Geldwert hat: Guthaben auf Giro- und Sparkonten, Lebensversicherungen, Aktien, Kraftfahrzeuge, Grundbesitz, Wohneigentum und ähnliche Sachwerte. Ist Vermögen vorhanden, kann dieses aber kurzfristig nicht verwertet werden, ist es möglich, Sozialhilfe als Darlehen zu erhalten.

Leistungen von Angehörigen

Unter Umständen hat der Pflegebedürftige auch Ansprüche gegen Angehörige im Sinne von Unterhaltsansprüchen. Die Höhe des Unterhaltsanspruchs richtet sich nach dem Unterhaltsrecht des BGB im Familienrecht.

Worauf sollte man bei einem ambulanten Pflegedienst achten?

Zunächst: Man sollte mit dem behandelnden Arzt oder seinen Angehörigen abgesprochen haben, in welchem Umfang eine Pflege notwendig ist. Nicht alle Pflegeleistungen müssen unbedingt vom Pflegedienst übernommen werden. Einiges kann selbst bzw. von Angehörigen geleistet werden. Den gewünschten Umfang der Pflege sollte man dem ambulanten Pflegedienst deutlich erklären. Dann die Hauptregel, sie lautet: Mehrere Angebote einholen! Denn das Leistungsangebot und die Vergütungssätze der ambulanten Pflegedienste sind unterschiedlich. Das erste Beratungsgespräch bietet der Pflegedienst oft kostenlos an. In dieser Beratung sollte man die pflegerischen und organisatorischen Fragen klären.

Folgende Fragen sollte man sich beantworten lassen:

  1. Ist der Pflegedienst von den Kranken- und Pflegekassen zugelassen?
  2. Gibt es eine feste Pflegekraft oder wechselt das Personal? Welche Pflegekräfte wechseln sich regelmäßig ab? Dieser Punkt ist nicht zu vernachlässigen, denn der Hilfebedürftige baut im Laufe der Zeit ein enges Vertrauensverhältnis zu seinem Pfleger oder seiner Pflegerin auf.
  3. Ist die Pflege auch am Wochenende und Feiertagen sichergestellt?
  4. Ist in Notfällen rund um die Uhr jemand erreichbar?
  5. Welche Arbeiten werden von Pflegekräften, welche von Aushilfen erledigt? Pflegekräfte sind ausgebildete Krankenpfleger/Krankenschwestern oder Altenpfleger.

Auf folgende Punkte sollte man bei einem ambulanten Pflegedienst ebenfalls achten:

  1. Interessiert sich der Pflegedienst-Anbieter für die persönlichen Wünsche und Gewohnheiten des Pflegebedürftigen?
  2. Wie flexibel ist das Angebot? Kann schnell auf eine konkrete neue Situation eingegangen werden?

Sind obige Punkte zur Zufriedenheit geklärt, sollten die Kosten des Pflegedienstes besprochen werden. Auch wenn die Pflegeversicherung einen Teil der Kosten trägt, bleibt oft noch ein Eigenanteil vom Pflegebedürftigen zu zahlen. Das ist der Fall, wenn die in Anspruch genommenen Dienste über die reine Pflege hinausgehen, etwa Einkaufen und Putzen mit einschließen sollen. Man sollte sich in jedem Fall einen Kostenvoranschlag geben lassen.